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Drag Queen als Fjallkonan am Nationalfeiertag

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Drag Queen als Fjallkonan am Nationalfeiertag

Gógó Starr

Photo: Tarina Tommiska.

Die isländische Drag Queen Gógó Starr wird die diesjährige Gay Parade in Reykjavík am Nationalfeiertag als Fjallkonan (Bergfrau) anführen, berichtet GayIceland.

Die Bergfrau ist die nationale Personifizierung Islands und ein Symbol der Unabhängigkeit.

Islands Nationalfeiertag wird alljährlich am 17. Juni gefeiert. Bei den offiziellen Feierlichkeiten tritt üblicherweise eine Schauspielerin in der Rolle der Bergfrau auf, welche Gedichte für das versammelte Volk rezitiert.

Gógó Starrs Auftritt soll jedoch etwas anders verlaufen.

“Schon vor meiner Zeit als Drag Queen habe ich das Konzept dieser Bergfrau geliebt und wollte die Frau verkörpern, und ich habe mir immer schon diese diese Kopfbedeckung herbeigewünscht,” erklärt Gógós alter ego, Sigurður Heimir Guðjónsson.

“Ich hab also Kontakt zu den richtigen Leuten in der Stadtverwaltung gesucht und gefragt, ob ich das nicht übernehmen könnte, und die sagten,'ja wieso eigentlich nicht?' Zuerst dachten wir dabei an die traditionelle Verkörperung der Bergfrau, aber dann fragten sie mich, ob ich nicht die Parade vielleicht anführen und dort leuchten will, statt steif auf der Bühne herumzustehen und Gedichte zu rezitieren. Das klang gut für mich, und hier sind wir also nun.”

Zum ersten Mal wird es daher am Nationalfeiertag zwei Bergfrauen geben, von denen eine noch dazu eine Drag Queen ist. “Ich werde das Nationalkostüm tragen, welches ich natürlich nicht habe, daher suche ich verzweifelt nach jemandem, der bereit ist, mir seines zu leihen.” sagt Sigurður.

Eine Drag Queen am Nationalfeiertag offiziell in der Gay Parade auftreten zu lassen sei ein Durchbruch für Islands Queer Szene. “Es ist ein Zeichen, wie die Mainstreamkultur der Drag Queen Szene und der Queer Kultur immer mehr Platz einräumt.” sagt Sigurður. "Sie sind ein Teil der isländischen Kultur geworden, und ich denke, das ist grossartig.”

Nervös sei er nicht. “Ich bin nur supergespannt, aber auch ausgesprochen stolz,” meint er. “Im wahrsten Sinne des Wortes ist hier ein Traum wahr geworden.”

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